Selbstvertrauen im Darts

Shownotes

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Transkript anzeigen

00:00:00: Boah war das mental stark.

00:00:15: Herzlich willkommen zu Mental Darts Masters.

00:00:19: Den Podcast für mentale Stärke im Dartsport.

00:00:24: Ob du denkst du kannst es oder du kannst es nicht.

00:00:27: In beiden Fällen hast du Recht.

00:00:31: Und damit herzlich willkommen zu Folge elf.

00:00:34: Wir könnten sagen drei doppel vier und auch da die drei müssen wir erst mal treffen.

00:00:41: weil nebendran ist die siebzehn und die neunzehn.

00:00:43: mit beiden können wir uns überwerfen.

00:00:45: und was passiert wenn wir auf einmal triple drei treffen?

00:00:48: dann sind wir im madhouse.

00:00:50: ihr seht schon viel was da im kopf abgeht.

00:00:53: und genau darum soll es in der heutigen folge gehen.

00:00:55: in der heutigen folge elf soll es um selbstvertrauen gehen.

00:00:59: auch wieder eine folge die ich immer wieder deswegen genau jetzt einschiebe weil es euer feedback ist Weil es immer wieder in meinen Coachings, in meinen Gesprächen, in meinen Nachrichten, die ihr mir schickt, um Selbstvertrauen geht.

00:01:15: Und ich möchte mit dem Mythos Selbstvertrauen heute mal so ein bisschen aufräumen.

00:01:21: Denn ich glaube, jeder von euch kennt so die Situation.

00:01:25: Du würfst dich ein, alles läuft.

00:01:28: Das Spiel beginnt, da läuft es vielleicht auch noch.

00:01:31: Und dann, einschlechtes Leg.

00:01:33: Einmal fünf, sechs Darts am Doppel vorbeigelaufen.

00:01:37: Und auf einmal läuft nichts mehr.

00:01:39: Der Arm wird schwer, der Darf fühlt sich falsch an, der Griff am Darf fühlt sich falsch an und irgendwie alles ist weg.

00:01:49: Und es ist die Leitfrage dieser heutigen Folge doch eigentlich, warum ist dieses Selbstvertrauen gerade im Darz so zerbrechlich?

00:01:59: Und wie?

00:02:00: können wir es vielleicht stärken und aufbauen?

00:02:02: und genau darum soll es in der heutigen Folge gehen.

00:02:06: und passend dazu hatte ich einen mentalen Moment in der Woche und der kam von mir selbst.

00:02:12: ich habe selber mal wieder für mich Zeit gefunden hier hinten zu spielen.

00:02:17: das kommt wirklich wahnsinnig selten vor glaubt man vielleicht nicht wenn man die ganzen Videos sieht.

00:02:22: aber die Ja, das ist sonst mein Datenspielen, wenn ich die Reals und so aufnehme.

00:02:28: Ansonsten, dass ich für mich jetzt wirklich ein Spiel spiele, kommt ganz, ganz selten vor.

00:02:34: Aber ich habe mir mal wieder die Zeit genommen, weil ich einfach Bock hatte.

00:02:37: Und, obwohl ich nur für mich Spiele, stehe ich auf einmal in einem Leg da und... Werf einen nach dem anderen am Doppel vorbei und ich habe es mit natürlich Techniken versucht und immer wieder kam irgendwie so ein Gedanke im Kopf.

00:02:53: Nein, das kannst du nicht.

00:02:54: Der geht jetzt auch noch daneben.

00:02:55: Was ist, wenn der daneben geht?

00:02:57: Und dann ging er auch nicht rein.

00:02:59: Und dann habe ich das Leg auch verloren, obwohl ich eigentlich gut angefangen hatte und völlig konträr dazu habe ich dann die Sider gespielt.

00:03:09: Ich hatte eine Chance auf ein Doppel und irgendwie war in der Situation in meinem Kopf drin den haue ich jetzt rein und dreimal durfte raten was passiert ist er war drin und da hat es auch wieder klick gemacht dass dieses mindset einfach so so wichtig ist.

00:03:29: es ist einfach unglaublich welchen einfluss der kopf auf das spiel hat.

00:03:34: und das möchte ich euch heute einfach mal wieder so ein bisschen zeigen weil ich es auch selber gespürt habe Denn im Thema der Woche soll es heute voll umfänglich, um selbstvertrauen gehen.

00:03:48: Was ist das eigentlich?

00:03:50: Können wir es trainieren?

00:03:51: Kleiner Spoiler?

00:03:53: Ja, wir können.

00:03:54: Und vor allem, was kannst du dafür für dich mitnehmen?

00:03:58: Und gehen wir doch mal rein in unser Hauptthema.

00:04:01: Selbstvertrauen und schauen uns erst mal an.

00:04:05: was Selbstvertrauen eigentlich ist.

00:04:07: und vor allem müssen wir da ein bisschen unterscheiden und zwar müssen wir unterscheiden zwischen leistungsabhängigem Selbstvertrauen also ich bin gut wenn ich gewinne nur wenn ich gewinne nur wenn ich treffe nur wenn ich checke dann bin ich gut und dem stabilen Selbstvertrauen.

00:04:26: ich vertraue mir und meinem Spiel egal was das Ergebnis sagt egal das Fehler passieren.

00:04:34: man sieht daran schon dass dieses Stabil selbstvertrauen eben gar nicht auf das Ergebnis ausgeht, gar nicht auf die eigene Leistung ansichtig abrufe, sondern mehr auf den Prozess.

00:04:46: Da werden wir auch später noch mal dazu kommen.

00:04:49: Die Frage ist jetzt aber erstmal, warum ist ausgerechnet im Darts dieses Selbstvertrauen so zerbrechlich?

00:04:56: Und warum sind ausgerechnet die Dartspielerinnen und Dartspieler besonders anfällig für dieses Schwanken des Selbstvertrauen?

00:05:04: Dass mal da ist, mal aber auch nicht da ist.

00:05:07: Und das ist ja eigentlich das, was einen manchmal so wahnsinnig machen kann.

00:05:12: Und da müssen wir uns einfach die harten Fakten angucken.

00:05:14: Darts ist ein Einzelsportart.

00:05:16: Ich bin für mich alleine verantwortlich.

00:05:18: Das kann dem einen helfen, aber natürlich kann mich auch keiner irgendwie mal mitziehen, aus dem Dreck ziehen, wie im Fußball.

00:05:25: Ich kann nicht ausgewechselt werden, wenn ich mal schlecht spiele.

00:05:28: Ich kann nicht wie beim Basketball mal kurz ausgewechselt werden und mal wieder reinkommen.

00:05:33: Ich bin die ganze Zeit... selber für mich und meine Leistung verantwortlich und das kann eben auch ein Fluch sein.

00:05:40: Das zweite ist, ich habe ein sofortiges Feedback.

00:05:46: Ich werfe und sehe sofort, was ich geworfen habe.

00:05:49: Im Fußball mache ich einen Fehlpass und es muss nicht automatisch was Schlechtes daraus entstehen.

00:05:54: Aber hier, ich werfe und krieg sofort mein Feedback und dazu ist ein möglicher Fehler, also der Fehlwurf oder dann auch der Treffer auch sofort sichtbar.

00:06:05: Das heißt, ich kriege immer das Feedback sofort direkt vor die Augen und dafür möchte ich euch jetzt mal schon mal in der Mitte der Folge eine ganz ganz wichtige Kernaussage geben.

00:06:17: Diesen Satz müsst ihr euch merken, diesen Satz müsst ihr euch hinter die Ohren schreiben.

00:06:21: Selbstvertrauen ist kein Gefühl, das man hat, sondern eine Beziehung zu dir selbst, die man trainiert.

00:06:30: Wenn du das verstanden hast, dann bist du einen riesigen Schritt weiter.

00:06:37: Weil dann koppelst du das eben nicht mehr an nur noch Erfolge und Siege, dann setzt du ganz woanders an, nämlich bei dir selbst.

00:06:46: Selbstvertrauen ist kein Gefühl, das man hat, sondern eine Beziehung zu dir selbst, die man trainiert.

00:06:52: Und das Entscheidende ist, die man trainiert.

00:06:54: Selbstvertrauen kann man trainieren.

00:06:57: Ich höre immer wieder, Selbstvertrauen hat man oder nicht.

00:06:59: Ich bin halt einfach kein Mensch mit Selbstvertrauen.

00:07:02: Ich habe halt einfach wenig Selbstvertrauen.

00:07:05: Dann kümmere dich drum.

00:07:07: Du kannst was tun, gib nicht auf, hör auf und resignier.

00:07:12: Genau dafür bin ich zum Beispiel meiner Arbeit da.

00:07:15: Ich arbeite da dran und es ist ein Prozess.

00:07:18: Auch meine Spieler verlieren Spiele.

00:07:21: Auch meine Spieler scheitern knapp, scheitern auch mal hoch, machen auch mal Dinge, die schief gehen und haben auch mal weniger Selbstvertrauen.

00:07:31: Und wichtig ist, wir dürfen uns dafür nicht verteufeln.

00:07:35: sondern es ist ein Prozess, der trainiert werden will.

00:07:37: Genauso wie die Doppelquote, genauso wie das Scoring, genauso wie der Average, mal hoch ist, mal mittel, mal mittel, mal unten ist.

00:07:47: Genauso ist es mit dem Selbstvertrauen auch.

00:07:50: Und jetzt mal ganz ehrlich, ich kann meinen Wurf trainieren, ich kann mein Trefferbild trainieren, aber mein Gehirn kann ich nicht trainieren?

00:07:59: bei allem was ich in meinem gesamten leben schon gelernt habe wir haben das letzte mal in der letzten folge glaube ich erst noch drüber gesprochen lernen wir ein kind wie ein kind try and error lernt da trainiert das gehirn noch.

00:08:10: auch ich habe mein ganzes leben mein gehirn trainiert und jetzt auf einmal soll ich es nicht mehr können.

00:08:16: ausgerechnet beim selbstvertrauen soll ich es nicht mehr können.

00:08:18: das ist doch quatsch.

00:08:20: also weg mit diesen mythos.

00:08:22: natürlich kannst du das kannst du das trainieren.

00:08:25: aber warum habe ich manchmal das Gefühl, dass es nicht geht, weil ich typische Denkfehler gerade im Darts immer und immer wieder machen.

00:08:34: Und da müssen wir einfach mal darüber reden, was einfach bei fast jeder Dartspielerin und fast jedem Dartspieler im Kopf abgeht, aber kaum jemand laut zugibt.

00:08:47: Viele Spieler denken ja, sie verlieren ihr Selbstvertrauen, weil sie schlecht spielen.

00:08:54: Aber das stimmt eigentlich gar nicht.

00:08:56: In Wahrheit ist es eigentlich genau andersrum.

00:08:58: Es passiert genau das Gegenteil.

00:08:59: In Wahrheit ist es so, wir spielen schlechter, weil wir uns im Kopf das Selbstvertrauen entziehen.

00:09:08: Warum?

00:09:09: Weil nach Fehlwürfen, weil nach Verpasstenwürfen aufs Doppel, weil nach Eins, Fünf in den ersten beiden Darts kommt.

00:09:20: Oh, heute kann ich gar nichts.

00:09:22: Schon wieder derselbe Mist wie das letzte Mal.

00:09:24: Ich bin einfach nicht konstant.

00:09:25: Ich hab's einfach nicht drauf.

00:09:27: Das wird heute nichts mehr.

00:09:29: Warum treffe ich im Training alles, aber heute im Spiel wieder nicht.

00:09:33: Das sind die Sätze.

00:09:34: Das sind die Sätze, die das Selbstvertrauen kaputt machen.

00:09:37: Und da manipulieren wir uns selbst.

00:09:40: Das Schlimme ist, und das Gemeinde daran ist, in der Situation fühlt sich das total logisch an.

00:09:47: In der Situation fühlt sich das total logisch an, weil dann stehst du das nächste mal beim Doppel da, wirfst den Dat wieder daneben und sagst, habe ich doch gesagt, heute läuft es nicht.

00:09:57: Ich überzeuge mich selbst.

00:10:00: Deswegen auch mein Eingangs-Zitat von niemand geringerem gewesen als Henry Ford.

00:10:04: Ob du glaubst du kannst es oder du kannst es nicht.

00:10:08: In beiden Fällen hast du recht.

00:10:09: Du überzeugst dich immer wieder davon.

00:10:11: Das ist selbst erfüllende Prophezeiung.

00:10:14: Self-fulfilling prophecy.

00:10:16: Aber das Entscheidende, du verlierst nicht dein Selbstvertrauen, weil du schlecht spielst.

00:10:26: Sondern du spielst schlecht, weil du dir selber vorher durch diese Gedanken, durch dieses negative Selbstgespräch, dieses Selbstvertrauen im Kopf entziehst.

00:10:38: Also hör auf mit diesen Sätzen.

00:10:41: Vor allem mit diesen absoluten Sätzen.

00:10:44: Ich kann heute nichts.

00:10:45: Das wird nichts mehr.

00:10:48: Setz eine Kleinigkeit hinzu.

00:10:51: Ich habe noch nicht mein Niveau erreicht.

00:10:54: Bisher habe ich eine schlechte Doppelquote.

00:10:58: Das bedeutet immer nur, dass du alles das mit rein nimmst, was schon passiert ist, was schon schief gelaufen ist.

00:11:04: Aber du lässt Potenzial, dass sich das noch verbessern kann.

00:11:07: Dass das in Zukunft innerhalb des Spiels oder für den Rest des Tages noch besser werden kann.

00:11:15: Das habe ich so, so oft als Trainer im Tennis auch schon erlebt.

00:11:20: Wir haben eineinhalb Stunden Training.

00:11:22: Und nach einer halben Stunde sagt einem, ja, meine Vorhand kommt heute nicht.

00:11:27: Und dreimal könnt ihr raten, wie der Vorhand das Rest des Trainings gespielt hat.

00:11:32: Aber warum denn?

00:11:34: Warum soll die restliche Stunde?

00:11:37: Also, sixty-sechzig Prozent des Trainings liegt noch vor uns.

00:11:41: Warum sollte es da nicht auch besser werden?

00:11:43: oder die im darts genauso?

00:11:44: warum sollte der nächste dat auf doppel nicht reingehen?

00:11:47: und ist es nicht vielleicht genau deine aufgabe?

00:11:49: bist du nicht genau deswegen hier?

00:11:51: bist du nicht genau deswegen am bord um es wieder besser zu machen und nicht Jetzt die tür schon zuzumachen Während du noch spielst?

00:12:02: das heißt du gibst dir gibst dir selbst immer wieder Am ende dem beweis dafür wenn etwas nicht klappt wenn du mit so einem negativen Selbstgespräch quasi anfängst.

00:12:18: Und dein Dat sagt ja exakt gar nichts über deine Fähigkeit.

00:12:26: Der Dat ist knallhart objektiv.

00:12:29: Der sagt einfach nur, der Dat ist drin oder der Dat ist nicht drin.

00:12:34: Was anderes sagt er nicht.

00:12:36: Was passiert, ist nur das, was in deinem Kopf abgeht.

00:12:41: Wie du diese Situation bewertest.

00:12:43: Das heißt, Das heißt aber auch, der Gedanke an sich negativ zu denken, der ist gar nicht das Problem.

00:12:52: Dass du ihm glaubst, ist das Problem.

00:12:58: Das heißt, du darfst negativ denken.

00:13:03: Und viele machen genau diesen Fehler.

00:13:05: Sie versuchen diese Gedanken wegzudrücken, auszulöschen.

00:13:09: Ich darf nie wieder negativ denken.

00:13:12: Aber das schlägt oft genau ins Gegenteil über.

00:13:16: Weil dadurch gibst du dem Gehirn nur noch mehr Futter.

00:13:19: Du gehst ja dadurch, obwohl du es nicht willst, noch mehr auf den Gedanken ein.

00:13:25: Das heißt du hast den Gedanken, der nächste Dat geht daneben.

00:13:29: Den nächsten werfe ich auch noch am Doppel vorbei.

00:13:33: Und... Dadurch mache ich, wenn ich jetzt sage, wenn ich jetzt in diesem Gedanken drinbleibe, also jetzt, ich sage immer, in meinem Kopf bleibe, dann wird dieser Gedanke immer größer, immer größer.

00:13:45: Und... In Wahrheit musst du in der Situation einfach etwas finden, was dich von deinem Gedanken ablenkt, was dich aus dem Kopf rausbringt.

00:13:55: Und in anderen Sportarten ist es dann zum Beispiel typisch, dass man über die Körperlichkeit schneller rennen, springen, den Körper bewegen.

00:14:03: Da dieses Stresshormon und das Adrenalin so ein bisschen kontrolliert und für sich nutzt.

00:14:11: Und das machen wir im Darzt aber nicht.

00:14:13: Das heißt, du musst rauskommen aus deinem Kopf.

00:14:17: Und deswegen wollen wir mal schauen, wie denn echtes Selbstvertrauen entsteht.

00:14:23: Weil wir haben vorhin gesagt, es gibt stabile Selbstvertrauen, dass nicht ergebnisorientiert kommt.

00:14:31: Das heißt, wenn es Selbstvertrauen nicht von den Siegen kommt, wo kommt es denn dann her?

00:14:38: Und wie kann ich es eben entstehen lassen?

00:14:41: Und da gebe ich euch einfach mal ein Beispiel.

00:14:44: Jetzt schaut euch doch mal an.

00:14:45: Jetzt schaut zwei Spielertypen zu.

00:14:48: Die spielen beide ein Spiel.

00:14:49: Beide sind auf gleichem Niveau, haben den gleichen Average, haben ungefähr die gleiche Doppelquote.

00:14:54: Die gehen in den Decider.

00:14:56: Wenn wir diese Situation haben, dann werfen doch beide ähnlich.

00:15:00: Dann haben doch beide das ähnliche Niveau.

00:15:02: Dann sind beide doch gleich gut.

00:15:05: Da entscheidet doch nicht das Talent, wer jetzt mehr Talent hat.

00:15:11: Weil dann wären sie ja nicht im Decider.

00:15:13: Dann hätten sie nicht genau die gleichen Zahlen.

00:15:16: Aber du siehst eine Sache.

00:15:17: Der eine wirkt ruhig und stabil und der andere, der bricht quasi nach zwei Fehlern im Desider in sich zusammen.

00:15:27: Gerade im Desider können wir das bis in den Profi-Bereich sehen.

00:15:30: Und wir haben damals auch darüber geredet, als wir über Cameron Mansys in der Folge vorher während der Darts WM geredet haben, dem du angesehen hast, schon vorher, bevor er verloren hat, wie es eigentlich in ihm aussah.

00:15:43: Und der war sogar der vielleicht talentiertere Spieler, wenn man es so will.

00:15:48: Aber auch da hat der Kopf einen Unterschied gemacht.

00:15:51: Das macht also nicht das Talent den Unterschied, sondern deine innere Haltung.

00:15:59: Wie du zu dieser Situation stehst und echtes, stabiles Selbstvertrauen fußt in meinen Augen, kann man so sagen, auf drei Säulen.

00:16:10: Das ist einmal das Prozessvertrauen, dass ich in den Prozess meines Spiels, meines Trainings, meiner Entwicklung vertraue, dann ist es der Umgang mit den Fehlern.

00:16:22: und wie ich mit mir selber rede.

00:16:25: Zerlegen wir das mal ein bisschen und gehen auf Säule eins, Prozessvertrauen ein.

00:16:29: Das heißt, Selbstvertrauen entsteht vor allem dann, wenn ich gut vorbereitet bin.

00:16:38: Und jetzt könnt ihr euch alle selbst mal hinterfragen.

00:16:41: Denkt doch mal als kleine Übung direkt hier.

00:16:44: Denkt doch mal an eine Situation zurück, wo ihr mit wenig Selbstvertrauen in eine Situation reingegangen seid.

00:16:50: Muss nicht mal Datz sein.

00:16:51: Vielleicht war es ein Vorstellungsgespräch.

00:16:53: Vielleicht war es eine Prüfung in der Schule.

00:16:56: Vielleicht war es das Gespräch mit einem Chef.

00:17:01: Wie gut war dir vorbereitet?

00:17:03: War vielleicht die Vorbereitung das Problem?

00:17:07: War dir vielleicht in der Vorbereitung... nicht konsequent genug, vielleicht ein bisschen schlampig, ein bisschen nachlässig, ein bisschen faul.

00:17:16: Selbstvertrauen entsteht vor allem aus der Vorbereitung.

00:17:21: Und das könnt ihr einerseits auf die Vorbereitung auf das Turnier, auf das Ligaspiel, auf euer nächstes Spiel sehen.

00:17:33: Also quasi pre-match.

00:17:35: Das kann aber auch die pre-wurf Routine sein.

00:17:39: Das heißt... habe ich meine Routine vor dem Wurf eingehalten, meinen Ablauf, meine Ritual eingehalten, war ich so schlau und habe vielleicht auch mal nach negativen Würfen eine Pause an meinem Getränke gemacht.

00:17:54: Habe ich durchgeatmet oder bin ich in meinem schnellen Rhythmus geblieben.

00:18:00: Und auf diesem Prozess muss ich mich stürzen.

00:18:06: Wenn etwas nicht läuft, muss ich in meinen Prozess reingehen.

00:18:11: Weil das ist das, was ich kontrollieren kann.

00:18:13: Das klare Trefferbild da hinten, das kann ich nicht kontrollieren.

00:18:17: Das kontrolliere ich nur darüber, wie viel Arbeit ich vorher rein stecke.

00:18:24: Und das heißt, euer Vertrauen, euer Selbstvertrauen in euch wächst, wenn ihr vorher die Arbeit erledigt.

00:18:32: Und wenn ihr das Gefühl habt, es geht weg, dann fokussiert euch wieder auf den Prozess.

00:18:38: Fokussiert euch wieder auf diese Pre-Match oder Pre-Wurf-Routine.

00:18:45: Ihr habt Angst vor einem Gegner, weil ihr gegen den noch nie gewonnen habt.

00:18:48: Jetzt habt ihr die Wahl.

00:18:50: Zarmater ich mir das Hirn über diesen Spieler, dass ich da noch nie gewonnen habe, dass das vielleicht auch wieder in die Hose geht, aber gegen den kann ich ihn nicht gewinnen.

00:19:00: Oder stürzt ihr euch auf das, was ihr beeinflussen könnt?

00:19:03: Wie ihr euch vorbereiten könnt?

00:19:04: Wie ihr euch einspielen könnt?

00:19:06: Und stürzt ihr euch lieber darauf?

00:19:08: Die Antwort auf die Frage könnt ihr euch selber geben.

00:19:12: Dann ist es natürlich der Umgang mit Fehlern.

00:19:15: Und falls ihr das nicht kennt, macht ihr nach der Folge mal YouTube auf und gebt an Roger Federer College Ansprache oder irgendwie sowas.

00:19:27: Roger Federer ist glaube ich jedem ein Begriff, auch wenn er keine Tennisspieler seid, einer der größten Tennisspieler überhaupt und der hat mal eine Rede vor College-Absolventen gehalten.

00:19:38: Und hat über seine Karriere gesprochen hat gesagt er hat Tausend Fünfhundert Matches in seiner Karriere gespielt und davon Achtzig Prozent gewonnen.

00:19:47: Geil ist das kranke Zahl.

00:19:51: In diesen ganzen Matches, in allen Matches, über Tausend Fünfhundert Matches hat er aber nur knapp über Fünfzig Prozent, ich glaube Vierend Fünfzig Prozent oder so, aller Ballwechsel gewonnen.

00:20:04: Das heißt Roger Federer hat in seiner Karriere nur Knapp über die Hälfte aller Ballwechsel, die er gespielt hat, gewonnen, hat aber achtzig Prozent seiner Matches gewonnen.

00:20:17: Das heißt, Fehler sind doch gar nicht das Problem.

00:20:21: Fehler sind Teil des Spiels, aber nicht ein Beweis gegen mich und meine Fähigkeit.

00:20:26: Wie ich vorhin schon gesagt habe, der Dat sagt nicht, dass ich es nicht drauf habe.

00:20:31: Der Dat sagt nicht, dass ich die Fähigkeit nicht habe.

00:20:34: Fehler sind Teil des Spiels gerade im Darts, im Darts ja noch mehr als im Tennis.

00:20:40: Im Darts gehören Fehler dazu.

00:20:43: Also mach keinen Drama draus.

00:20:45: Ausreißer gehören dazu.

00:20:47: Je weniger du einen Drama draus machst, desto eher kommst du wieder in die Konstanz.

00:20:51: Weil dein Kopf ruhig bleibt und mehr dem Prozess vertraut, dass dein Unterbewusstsein, dass dein Gehirn das schon adaptieren wird, anpassen wird und wieder verbessern wird.

00:21:04: Und auch da wieder frag dich nach einem Fehlwurf.

00:21:08: Fragst du dich, redest du mit dir, wie dumm kann man sein?

00:21:12: Oder sagst du, ok, nächster Dat, bisschen weiter links, mittig in die Triple-Zwanzig.

00:21:19: Nicht so hart, nicht so kalt, nicht gleichgültig mit ihr reden.

00:21:24: Sondern sachlich und danach motivierend, denn auch der Umgang mit Fehlern ist trainierbar.

00:21:31: Und da kommen wir zu dieser Selbstansprache, zu diesem eigenen inneren Monolog.

00:21:36: Und da die ganz einfache Frage.

00:21:41: Du guckst ein Team-Mate zu.

00:21:44: Der, du siehst, der ist am Struggeln.

00:21:46: Der hat Darts auf Doppel verpasst.

00:21:48: Was sagst du ihm?

00:21:51: Sagst du zu dem auch?

00:21:52: Mitten im Spiel?

00:21:53: Wie dumm bist du eigentlich?

00:21:56: Wenn du so spielst, verlierst du.

00:21:59: Oder redest du anders mit dem?

00:22:00: Baust du den auf?

00:22:03: Sagst du dem?

00:22:04: Komm, weiter.

00:22:05: Nächster da.

00:22:06: Mach's nicht.

00:22:07: Mach nichts.

00:22:07: Fokussiere dich auf deine Routine.

00:22:09: Atme einmal tief durch, dann sitzt der Mittig in der Triple-Zwanzig.

00:22:13: Oder dann sitzt der Mittig im Doppel.

00:22:17: Wenn du mit dem so redest... Warum dann nicht mit dir selbst?

00:22:20: Warum bist du mit dir selbst kritischer, zu dir selbst härter, wie zu einer fremden Person?

00:22:29: Und das ist eigentlich das Wichtige.

00:22:34: Und ich glaube, dieser Gedankengang, was würde ich einem Freund sagen, was würde ich meinem Mannschaftskollegen sagen, der kann ich glaube ich ganz oft daraus ziehen, daraus retten aus so einer Situation.

00:22:49: jetzt bevor wir zur rubrik takeaway kommen wenn du mal in mein instagram profil schaust ich glaube der letzte mentale tipp also ich glaube vergangenen freitag sogar war das nicht stimmt nicht vorletzten freitag da müsste es gewesen sein.

00:23:06: da war mein tipp sich ein zettel zu machen was drauf zu schreiben?

00:23:09: da könntest du genau das aufschreiben.

00:23:12: was würde ich einem teammate sagen?

00:23:14: was würde ich meinen manschaftskollegen geraten?

00:23:17: Und wenn du diese Frage dir anschaust in so einem Spiel, wo es nicht läuft, Form Decider, was würde ich meinem Mannschaftskollegen raten?

00:23:26: Du hast Darts verpasst, du hast das Leg verloren, du gehst noch einmal zu deinem Getränk und da liegt der Zettel, was würde ich einem Mannschaftskollegen raten?

00:23:34: Das kann dich zurückholen, das kann dich zurückholen und wieder in dieses Prozessvertrauen gehen, okay, ich muss das machen.

00:23:43: Und vielleicht kannst du dir auch so einen Satz zurechtlegen wie, ich bleib bei mir.

00:23:48: Egal wie es läuft, ich weiß es läuft nicht immer, Stallberg auf, aber ich bleib bei mir und hab das Vertrauen in mich und mein Spiel.

00:23:58: Also diese drei Säulen, Prozess, Umgang mit Fehlern und die Selbstansprache.

00:24:06: Das sind alles Dinge, die kannst du lernen, die kannst du trainieren, indem du es immer und immer wieder durchspielst, indem du immer und immer wieder darauf achtest.

00:24:15: Und das wird dafür sorgen, dass dein Vertrauen in dich und deine Person besser wird.

00:24:22: Das ist doch ganz logisch.

00:24:25: Wann wird dein Gehirn dich wahrscheinlich mehr unterstützen?

00:24:29: Wenn du es mit Positivität, positiver Ansprache und Glauben und Vertrauen fütterst?

00:24:37: Oder wenn du dich immer und immer wieder schlecht redest, schlecht machst und für alles verteufelst, was mal schief geht.

00:24:45: Auch diese Frage kannst du dasselbe beantworten.

00:24:47: Und dann kommen wir schon zu unserem Take away der Folge.

00:24:55: Denn auch hier möchte ich wieder, dass wir diesen Prozess doch direkt anstupsen.

00:25:01: Und deswegen gebe ich dir meine Aufgabe bis mindestens zur nächsten Folge.

00:25:06: Mach doch mal die nächsten sieben Tage.

00:25:09: Führ doch mal wie ein kleines Tagebuch.

00:25:11: Leg dir ein Zettel neben dein Training hin oder ein kleines Büchchen und das fütterst du nach jedem Training mit ein bis zwei Sachen, die du in der Session mental gut gemeistert hast.

00:25:28: Und das muss nicht immer das Große sein, das muss nicht immer das High Finish sein, die Hundert Achtzig im richtigen Moment.

00:25:35: Geh mal raus aus den Ergebnissen.

00:25:38: Wann hast du einen Gedanken schnell weggebügelt gekriegt?

00:25:44: Wann hast du es geschafft nach einer Sechsenzwanzig, Schultern oben, Brust raus, Kopf oben zu lassen und gar nicht drauf zu reagieren?

00:25:54: Schreibt dir diese Sachen auf.

00:25:56: Schreibt dir positive Sachen auf.

00:25:58: Damit du dein Gehirn mit positiven Blicken, mit deinem positiven Blickwinkel fütterst.

00:26:06: Daraus entsteht Selbstvertrauen, indem du dir sagst, was du gut machst und nicht immer nur was schief gelaufen ist.

00:26:15: Und dann habe ich gleich noch den nächsten Tipp für dich.

00:26:18: Der hat jetzt nichts mehr direkt mit deinem Training zu tun, aber in meinen Augen eine ganz klare Aufforderung an dich.

00:26:28: Und nicht, weil ich dir das verschreiben will oder sonst irgendwas sondern wenn du diese folge hörst dann hast du offensichtlich interesse daran an deinem selbstvertrauen zu arbeiten.

00:26:43: und dann gehst du jetzt in die beschreibung der folge in die show notes oder auf instagram in meine bio und gehst auf den link denn der link ist der anmelde link für mein neues webinar.

00:26:58: mein neues webinar wird am neunzwanzigsten januar stattfinden um zwanzig uhr Abends schön, wenn die Kinder im Bett sind.

00:27:05: Und dann kümmern wir uns um dein Selbstvertrauen.

00:27:08: Noch viel, viel mehr, wie in dieser Folge.

00:27:10: Da gibt es noch viel mehr Takeaways.

00:27:12: Da zeige ich dir Techniken.

00:27:14: Da zeige ich dir, wie so eine Pre-Match-Routine aussehen kann.

00:27:18: Wie so eine Routine im Spiel aussehen kann.

00:27:21: Und welche Techniken wirklich helfen?

00:27:24: Um selbstvertrauen stabil aufzubauen, um in dem Prozess zu vertrauen, auch wenn es mal nicht läuft und wie du vor allem auch Spiele gewinnen kannst, ohne dein Lgame abzurufen.

00:27:38: Einfach, weil du dein Vertrauen hast, Johnny Clayton Spiel, Timing zu haben, nicht immer nur das Feuerwerk abzufeuern, sondern vielleicht genau dann das Feuerwerk abzufeuern und ein kleines Feuerwerk abzufeuern, wenn du es brauchst im Desider.

00:27:53: Kurz vor Schluss.

00:27:55: da das Timing zu setzen.

00:27:57: Das alles zeige ich dir in meinem neuen Webinar.

00:27:59: Neunundzwanzig Sejanoa, zwanzig Uhr.

00:28:02: Aber der Termin ist eigentlich fast egal, weil wenn du nicht kannst, kannst du dich trotzdem anmelden und bekommst im Nachgang eine Aufzeichnung.

00:28:10: Die kannst du dir runterladen und anschauen, wann du willst, wie oft du willst.

00:28:14: Und das Ganze kostet dich vierundzwanzig Euro.

00:28:18: Einmal vierundzwanzig Euro und dafür wissen, wie du theoretisch ein Leben lang.

00:28:24: an deinem Selbstvertrauen arbeiten kannst.

00:28:26: Mit welchen Techniken?

00:28:28: Ich finde, das ist ein ganz guter Deal.

00:28:30: Und das kann ich dir einfach nur ans Herz legen, weil da gibt es noch viel, viel mehr als diese heutigen, was waren das jetzt, knapp dreißig Minuten?

00:28:39: und vor allem praktisch und bewährt durch Techniken, die ich mit meinen Sportlern auch durchziehe, die auf der größten Bühne performen.

00:28:53: In diesem Sinne... möchte ich dir einfach noch einmal diesen Einsatz für heute mitgeben.

00:28:59: Selbstvertrauen ist kein Gefühl, das man hat, sondern eine Beziehung zu dir selbst, die man trainiert.

00:29:07: In diesem Sette, ich freue mich auf dein Feedback, ich freue mich auf eine gute Bewertung und ich erwarte von dir, dich beim Bavinar zu sehen.

00:29:18: Bis nächste Woche, ciao.

00:29:28: der Podcast für metale Stärke im Dartsport, Redaktion und Inhalt Johannes Lipsius, Postproduktion und Hosting Kisthorng Vivian.

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